Planspiel bringt Weltpolitik ins Klassenzimmer

Am 29. April 2026 nahmen 25 Schüler:innen der Jahrgänge 9 und 10 der Martin-Luther-King-Schule erstmals an einem politischen Planspiel teil. Der ganztägige Projekttag wurde von den Lehrkräften Katharina Seidel und Lars Mollenhauer organisiert und durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand die Simulation eines internationalen Konflikts. Die Schüler:innen übernahmen unterschiedliche Rollen: Sie vertraten Delegationen aus Deutschland sowie aus den fiktiven Regionen Bonin, Nongi, Malea und Lufar oder arbeiteten als Pressegruppe. In diesen Funktionen bereiteten sie Positionen vor, führten Verhandlungen und reagierten auf neue Entwicklungen im Verlauf des Tages.

Die Arbeit war geprägt von intensiven Abstimmungsprozessen innerhalb der Gruppen und zwischen den Delegationen. Interessen mussten formuliert, Kompromisse ausgehandelt und Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden. Die Pressegruppe begleitete das Geschehen, bereitete Informationen auf und berichtete über den Verlauf der Verhandlungen.

Das Planspiel orientiert sich an realen internationalen Konflikten und ist Teil des Programms „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes. Ziel ist es, humanitäre Fragestellungen sowie politische Entscheidungsprozesse erfahrbar zu machen. Für die Schüler:innen bedeutete dies vor allem, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und die Komplexität internationaler Verhandlungen nachzuvollziehen.

Im Verlauf des Tages wurde deutlich, wie anspruchsvoll es ist, Konflikte friedlich zu lösen. Viele Entscheidungen erforderten Abwägungen zwischen eigenen Interessen und möglichen gemeinsamen Lösungen. Gleichzeitig bot das Format Raum, eigene Argumentationsstrategien zu erproben und im Austausch mit anderen Positionen weiterzuentwickeln.

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