Die Z-Kurse der MLKS bilden einen verbindlichen Praxisteil der schulischen Beruflichen Orientierung und ermöglichen den Schüler:innen ab der Mittelstufe, ihre Interessen in konkreten Arbeits- und Lebensfeldern zu erproben. Sie sind fest im BO-Gesamtkonzept verankert und ergänzen die KAoA-Bausteine durch kontinuierliche, handlungsorientierte Lerngelegenheiten.
1. Vorbereitung der Schüler:innen auf die Praxisangebote
Bereits im Vorfeld informieren die Klassenleitungen und StuBos über Inhalte, Anforderungen und berufliche Bezugspunkte der einzelnen Z-Kurse. Auf dieser Grundlage wählen die Schüler:innen einen Kurs, der ihren Interessen entspricht – z. B. Recht, Gastronomie, Menschenrechte, Medienkompetenz, Robotik, Zweiradmechanik oder Schulsanitätsdienst. Diese vorbereitende Abklärung schafft Transparenz und fördert eine bewusste, interessengeleitete Entscheidung.
2. Vorgehen bei der Durchführung
Alle Z-Kurse arbeiten praxisorientiert und ermöglichen reale Anwendungssituationen:

Jeder Kurs fördert durch reale Aufgabenstellungen berufliche Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Problemlösestrategien und Fachwissen.
3. Dokumentation und Nutzung der Erfahrungen für den weiteren BO-Prozess
Die gewonnenen Erfahrungen werden im Berufswahlpass, im Logbuch sowie in Lernberatungsgesprächenfestgehalten. Diese Dokumentation hilft Schüler:innen, ihre Interessen zu reflektieren und fundierte Entscheidungen für Berufsfelderkundungen, Praktika oder schulische Anschlüsse zu treffen. Die StuBos greifen die Erfahrungen in Beratungsgesprächen auf und unterstützen bei der Übertragung in den weiteren BO-Prozess.
4. Verantwortlichkeiten im Kollegium
- Fachlehrkräfte leiten die Z-Kurse, gestalten Aufgabenstellungen, begleiten die Praxisphasen und bewerten Fortschritte.
- Klassenleitungen beraten individuell, reflektieren die Kurserfahrungen in der Lernberatung und unterstützen die Dokumentation.
- StuBos koordinieren das Gesamtkonzept, stellen die Anschlussfähigkeit an KAoA sicher und beraten Schüler:innen zu beruflichen Konsequenzen ihrer Kurserfahrungen.
- Sozialpädagog:innen begleiten – je nach Kurs – soziale und organisatorische Aspekte.
5. Einbindung außerschulischer Partner:innen
Einzelne Z-Kurse arbeiten regelmäßig mit externen Fachstellen zusammen, z. B.:
- Rettungsdienste/DRK im Sanitäterkurs,
- Expert:innen für Medienbildung im Kurs „Sicher im Netz“,
- lokale Initiativen und Wohltätigkeitsorganisationen im Menschenrechtskurs,
- ggf. Gastronomiebetriebe als Bezugspartner im Café-Olé-Kurs.
Diese Kooperationen vertiefen den Realitätsbezug und erweitern die beruflichen Perspektiven der Schüler:innen.
