Biologie zum Anfassen: Exkursion zum Schwarzbach

Die gemeinsame Q1 der Martin-Luther-King-Schule Marl und der Willy-Brandt-Gesamtschule Marl hat am 21. April die Umweltpädagogische Station am Heidhofsee in Bottrop-Kirchhellen besucht. Knapp 60 Schüler:innen nahmen an der Exkursion teil und wurden von den Lehrkräften Stephanie Meier, Karin Lammers und Fenja Hartjes begleitet. Ziel der Exkursion war die Untersuchung des Schwarzbachs und die Frage, wie naturbelassen das Gewässer heute noch ist.

An drei verschiedenen Stationen führten die Schüler:innen physikalische, chemische und geologische Untersuchungen durch. Dabei wurden unter anderem pH-Wert, Temperatur, Leitfähigkeit und Strömungsgeschwindigkeit des Wassers gemessen. Außerdem untersuchten die Kurse geologische Parameter wie die Breite des Bachs an verschiedenen Stellen. Gewässeruntersuchungen spielen in der Biologie eine wichtige Rolle, da sich anhand verschiedener Messwerte und Lebewesen die ökologische Qualität eines Lebensraums beurteilen lässt.

Besonders spannend war für die Kurse die Untersuchung der Bachlebewesen. Mit Keschern und Bestimmungshilfen suchten die Schüler:innen nach sogenannten Zeigerorganismen, die Hinweise auf die Wasserqualität geben. Vor allem Bachflohkrebse und Libellenlarven konnten bestimmt werden, daneben fanden die Gruppen auch Wasserläufer und Kriebelmückenlarven. Die Ergebnisse der Untersuchungen deuteten darauf hin, dass der Schwarzbach in diesem Abschnitt vergleichsweise naturbelassen ist.

Die praktische Arbeit vor Ort ergänzte die theoretischen Inhalte des Unterrichts und ermöglichte es den Jugendlichen, biologische Methoden selbst anzuwenden. Viele Schüler:innen arbeiteten dabei erstmals direkt in einem Fließgewässer und konnten ökologische Zusammenhänge unmittelbar nachvollziehen.

Unter der strahlenden Sonne Bottrops war die Exkursion eine gelungene Gelegenheit, Unterrichtsinhalte außerhalb des Klassenraums praktisch zu erforschen und Naturwissenschaft einmal ganz anders zu erleben.

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